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KI-Datenschutz einstellen, Schritt für Schritt

Mit wenigen Klicks schützt du deine Eingaben bei KI. Eine verständliche Anleitung zum Mitmachen, ohne Technikwissen.

David Bretscher

von David Bretscher

Mit KI-Unterstützung erstellt, von David geprüft und bearbeitet · 25. Juni 2026

Es gibt eine gute Nachricht, die viel zu selten ausgesprochen wird: Du kannst bei den meisten KI-Diensten mit wenigen Klicks deutlich mehr für deinen Datenschutz tun, als die meisten Menschen ahnen. Die wichtigste Einstellung ist schnell gesetzt, sie ist nur etwas versteckt, weshalb kaum jemand sie kennt. Genau dabei hilft dir dieser Text.

Bevor wir loslegen, eine ehrliche Vorbemerkung: Jeder Dienst sieht ein bisschen anders aus, und die Anbieter ändern ihre Menüs gelegentlich. Deshalb beschreibe ich dir nicht stur einen einzigen Klickpfad, der morgen vielleicht überholt ist, sondern das Muster, das bei allen gleich ist, und die Begriffe, nach denen du suchst. Damit findest du dich in jedem Dienst zurecht, heute und in einem Jahr. Es ist einfacher, als du denkst.

Die wichtigste Einstellung: Training abschalten

Wenn du nur eine einzige Sache machst, dann diese. Bei den meisten KI-Diensten ist standardmäßig erlaubt, dass deine Eingaben verwendet werden, um die KI weiter zu trainieren. Das lässt sich abschalten, und das solltest du tun, wenn du nicht möchtest, dass deine Texte in künftiges Trainingsmaterial fließen.

So findest du die Einstellung, das Muster ist fast überall gleich:

Schritt 1: Öffne die Einstellungen deines KI-Dienstes. Du erreichst sie meist über dein Profilbild oder deine Initialen, oft in einer Ecke des Bildschirms, manchmal über ein Zahnrad-Symbol.

Schritt 2: Suche einen Bereich, der mit Daten zu tun hat. Er heißt je nach Dienst etwas wie "Datenkontrollen", "Daten", "Privatsphäre" oder auf Englisch "Data Controls" oder "Privacy".

Schritt 3: Dort findest du einen Schalter, der regelt, ob deine Inhalte zur Verbesserung der KI verwendet werden dürfen. Er trägt eine Bezeichnung wie "Das Modell für alle verbessern", "Help improve the model" oder Ähnliches. Schalte ihn aus.

Das war der wichtigste Schritt. Ab jetzt fließen deine neuen Gespräche nicht mehr ins Training. Ein ehrlicher Hinweis dazu: Diese Einstellung wirkt für die Zukunft, was du vorher eingegeben hast, ist unter Umständen schon verarbeitet und lässt sich nicht zurückholen. Umso besser, dass du es jetzt einstellst.

Den privaten Modus nutzen

Die zweite nützliche Funktion, die fast alle Dienste haben: einen temporären oder privaten Chat-Modus. Er funktioniert ähnlich wie das private Fenster in deinem Internet-Browser. Was du in diesem Modus eingibst, taucht nicht in deinem Verlauf auf und wird in der Regel nicht zum Training verwendet, meist nach kurzer Zeit gelöscht.

Du erkennst ihn an Begriffen wie "Temporärer Chat", "Vorübergehender Chat" oder einem kleinen Symbol, das an einen Inkognito-Modus erinnert. Er eignet sich gut für alles, was du nicht dauerhaft im Verlauf haben möchtest, eine einmalige heiklere Frage etwa. Du musst ihn nicht immer nutzen, aber es ist gut zu wissen, dass es ihn gibt.

Den Verlauf verwalten und löschen

Die dritte Stellschraube betrifft deinen Gesprächsverlauf, die Liste deiner bisherigen Chats. Hier hast du zwei Möglichkeiten:

Einzelne Gespräche löschen: Du kannst jedes Gespräch einzeln entfernen, meist über ein kleines Menü neben dem jeweiligen Chat (oft drei Punkte oder ein Papierkorb-Symbol).

Den ganzen Verlauf leeren: In den Einstellungen findest du meist auch eine Möglichkeit, alle Gespräche auf einmal zu löschen.

Ein ehrlicher Hinweis auch hier: Das Löschen aus deinem sichtbaren Verlauf bedeutet nicht zwingend, dass die Daten sofort und überall beim Anbieter verschwunden sind, oft gibt es eine Aufbewahrungsfrist. Aber es reduziert deine Spur und ist eine sinnvolle Gewohnheit, gerade nach Gesprächen mit persönlicherem Inhalt.

Wenn du dich abmeldest oder ohne Konto nutzt

Eine Feinheit, die oft übersehen wird: Manche dieser Einstellungen greifen nur, wenn du angemeldet bist. Nutzt du einen Dienst ohne Konto, hast du oft weniger Kontrolle über das Training. Das klingt paradox, ist aber wichtig: Ein kostenloses Konto kann dir hier mehr Datenschutz-Kontrolle geben, nicht weniger. Wenn dir die Einstellungen wichtig sind, lohnt sich also das Anmelden, und das Prüfen, dass die Schalter dann auch wirklich gesetzt sind.

Die Einstellung, die keine ist, und die am meisten bringt

Zum Schluss die ehrlichste und wichtigste Erkenntnis dieses ganzen Textes: Die wirksamste "Einstellung" ist gar keine im Menü, sondern eine in deinem Kopf. Was du gar nicht erst eingibst, musst du auch nicht schützen. Keine technische Einstellung ist so zuverlässig wie die Entscheidung, sensible Dinge schlicht wegzulassen.

Die Menü-Einstellungen sind sinnvoll und du solltest sie setzen, sie sind die zweite Verteidigungslinie. Aber die erste und stärkste Linie bist du selbst, in dem Moment, in dem du überlegst, was du eintippst. Welche Daten das betrifft, erklärt ein eigener Artikel ausführlich. Diese beiden zusammen, kluge Einstellungen und kluge Zurückhaltung, geben dir einen Datenschutz, mit dem du KI ruhigen Gewissens nutzen kannst.

Das Wichtigste in Kürze

Die wichtigste Einstellung: In den Datenkontrollen den Schalter zum Training ("Modell verbessern") ausschalten, er wirkt für künftige Gespräche. Nutze bei Bedarf den temporären/privaten Chat-Modus und lösche Verläufe nach persönlicheren Gesprächen. Beachte, dass manche Einstellungen nur mit Konto greifen. Und das Wirksamste bleibt die Zurückhaltung beim Eingeben, was nicht eingegeben wird, muss nicht geschützt werden.

Wie es weitergeht

Damit du weißt, was du am besten gar nicht eingibst, lies als sinnvolle Ergänzung, was du einer KI nie verraten solltest, die Liste der wirklich heiklen Daten.

Und wenn du das Thema lieber in einer Umgebung übst, die von sich aus transparent mit Daten umgeht: Probier unsere geführte Übungsumgebung aus. Dort siehst du den bewussten Umgang in Aktion, statt nur darüber zu lesen.